Ich denke gerne an die Zeit in Serang zurück

Als Deutschland im März 2020 zum ersten Mal in einen landesweiten Lockdown ging, stand für unsere jüngere Tochter gerade die Abiturprüfungen an. Die Prüfungen fanden statt und sie hat ihren Abschluss erhalten, obwohl sie nach den schriftlichen Prüfungen die Schule nicht wieder von innen gesehen hat. Im Oktober letzten Jahres hat sie dann ihr Studium begonnen, obwohl es sich so gar nicht nach Studentenleben anfühlen will.

Im Rahmen der Pandemie ist oft von der schwierigen Situation für die Schüler und Studenten zu hören. Ich kann dem nur beipflichten. Ausbildung ist das Wichtigste für einen jungen Menschen, da er ohne sie Schwierigkeiten haben wird, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Und genau hier setzt der Verein Human Care & Education an. Vor knapp 2 Jahren hatte ich die Möglichkeit, die Schule in Serang persönlich zu besuchen. Schon die Ankunft nach der doch anstrengenden Anreise war ein Erlebnis. Die Gebäude der Schule waren gestrichen worden und unsere Gruppe war die erste, die die fertige Schule in der Form gesehen hat.

In den nächsten 4 Tagen hatten wir immer wieder die Gelegenheit, den Schulalltag kennen lernen zu dürfen. Dabei haben wir an Unterrichtsstunden teilgenommen, mit den Kindern zusammen zu Abend gegessen oder einfach nur in der Schulküche Tee getrunken, Musik gehört und mit den Kindern Spaß gehabt. Im Rahmen einer Begrüßungszeremonie haben die Kinder mehrere Tänze aufgeführt, die sie für uns einstudiert hatten. Der direkte Kontakt und Austausch mit den Kindern wird mir für immer im Gedächtnis bleiben.

Auch ohne Pandemie ist es eine Herausforderung, in diesem Teil der Welt für eine Schulausbildung zu sorgen. Die Dankbarkeit der Kinder gegenüber uns Gästen und somit auch dem Verein war überwältigend. Für mich ist es wichtig zu wissen, dass jeder Spendeneuro direkt in das Schulprojekt von Serang fließt. In der diesjährigen Mitgliederversammlung habe ich erfahren, dass weitere Schüler seit meinem Besuch in der Schule aufgenommen wurden und mittlerweile die maximale Kapazität erreicht ist. Das finde ich großartig.

Ich denke gerne an die Zeit in Serang zurück und wer weiß, vielleicht ergibt sich ja noch einmal die Möglichkeit, die Kinder persönlich zu besuchen.

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