Wo Hilfe Leben verändert: Augenlicht, Bildung und Zukunft für Menschen in Nepal
Human Care & Education setzt sich für Bildungsgerechtigkeit und Gesundheitsfürsorge ein – und dies in einer Region der Welt, in der diese für uns so selbstverständlich erscheinenden Werte alles andere als Normalität sind: in Nepal und Indien. Aus einem kleinen Schulprojekt in Nepal im Jahr 2018 sind mittlerweile sieben Projekte geworden, inklusive einer Krankenstation auf 3.500 Metern und einer Geburtsklinik auf 2.200 Metern. Der „Mother´s Love Clinic“ in Bihi, Nepal.
Zwei Themen haben uns in der ersten Jahreshälfte 2025 besonders bewegt:
Hoffnung auf 2200 Metern: Hilfe, die Augen öffnet – und Herzen berührt
Ein medizinisches Projekt, zugleich ein Zeichen der Hoffnung:
Im abgelegenen Bergdorf Bihi, Nepal wurde die „Mother’s Love Clinic“ zum Zentrum einer der größten augenmedizinischen Hilfsaktionen der letzten 30 Jahre.
Nach 3 Monaten der Vorbereitung war es soweit: In zwei Wochen versorgten 10 Augenärzte und 15 medizinische Fachkräfte über 1.400 Patientinnen und Patienten und führten 65 lebensverändernde Operationen durch. Sie brachten medizinische Hilfe dorthin, wo es sonst keine gibt.
Viele Betroffene hätten sich die Reise in ein entferntes Krankenhaus niemals leisten können. Besonders ältere Menschen, oft von Grauen Star oder Glaukom betroffen, sind in dieser Region auf sich allein gestellt – mit dramatischen Folgen: Verlust der Sehkraft, Abhängigkeit, Arbeitslosigkeit, Armut, Isolation.
Besonders bewegend war das Schicksal des 61-jährigen Tsewang Dondub, der seit zwei Jahren blind war. Er kämpfte sich mit seiner Frau zwei Tage lang durch die Berge, um zur Klinik zu gelangen. Nach der OP sagte er, überglücklich: „Jetzt habe ich wieder Hoffnung, leben zu können.“

Durch Spenden aus aller Welt und mutige Logistik mit einem OP-Saal per Helikopter wurde das Unmögliche möglich.
Die „Mother’s Love Clinic“ zeigt, wie medizinische Versorgung selbst unter schwierigsten Bedingungen gelingen kann.
Neben akuter Versorgung benötigt die Region jetzt langfristige Investitionen in Aufklärung, Prävention und nachhaltige Gesundheitsstrukturen.
10 Jahre nach dem Erdbeben: Der erste Jahrgang macht Mittlere Reife
Im Juni 2015 erschütterte ein verheerendes Erdbeben (7,8) die Region Gorkha. Dies war die Geburtsstunde von Human Care & Education. Während viele vor den Trümmern zurückschreckten, packten wir an – mit dem klaren Ziel, den Waisenkindern in der Region eine Perspektive zu bieten und den zerstörten Bildungswegen neues Leben einzuhauchen.
10 Jahre und den Bau einer erdbebensicheren Internatsschule später hat nun der erste Schuljahrgang in Kathmandu – nach fünftägiger Wanderung – die Prüfungen zur Mittleren Reife abgelegt. Diese jungen Menschen sind bereit, ihren eigenen beruflichen Weg zu gehen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen – ohne den Zwang, ins Ausland zu gehen.
Dieser Erfolg symbolisiert weit mehr als einen Schulabschluss. Er steht für die Hoffnung, den Wandel und die unermüdliche Kraft des menschlichen Zusammenhalts. Gemeinsam bauen wir Brücken in eine lebenswerte Zukunft – direkt im Herzen des Himalaya.
Dr. Thomas Oehler 1. Vorsitzender | Dr. Matthias Geselle Stellv. Vorsitzender | Dr. Ulf Gerlach Schatzmeister |
Â
Projekte
Serang Grundschule
Manaslu Conservation Area, Nepal

Auf 3.500 Metern Höhe im Himalaya-Gebirge hat das buddhistische Kloster Serang nach dem verheerenden landesweiten Erdbeben 2015 vielen Kindern in Not, die häufig ein oder beide Elternteile verloren haben, Schutz und Unterkunft gewährt.
Waisen- und Altenheim
in Kooperation mit der Shining Glory Church, Kathmandu / Nepal

Konzipiert als Mehrgenerationenhaus werden hier zurzeit sieben Waisen und vier bedürftige Seniorinnen und Senioren vollumfänglich versorgt. Den Kindern wird zusätzlich der Schulbesuch finanziert. Trägerin ist eine gemeinnützige nepalesische Organisation, die von der christlichen Pfarrgemeinde unter der Leitung von Pastor Joshua Khadka und seiner Frau Elizabeth gegründet wurde.
Mercy and Grace Charitable Trust, Andhra Pradesh, Indien
Bapulapadu, Andhra Pradesh, Indien

Betrieb einer Schule mit 350 Kindern durch eine gemeinnützige indische Stiftung für die ärmsten Kinder, denen ansonsten der Schulbesuch nicht möglich wäre und die damit keine Aussicht hätten, der Armut zu entrinnen. Neben der Schule betreibt Mercy & Grace eine Schule für Näherinnen, in der die Mütter der Kinder (oft Witwen) lernen, durch ein Handwerk den Lebensunterhalt der Familie zu sichern.
Wir brauchen Ihre Unterstützung
Helfen Sie mit, unterprivilegierten Kindern eine Grundausbildung zu ermöglichen, damit sie ein würdiges Leben führen können.