Sachsenringer unterstützen bemerkenswertes soziales Hilfsprojekt im Himalaya in Nepal – zweite Auflage im Oktober 2022

Gerade einmal sechs Monate sind vergangen und eine kleine Expedition machte sich erneut auf den Weg, um Hilfsprojekte in Nepal, einem der ärmsten Länder der Welt, ganz konkret zu unterstützen. Wieder dabei RVS-Ehrenmitglied Dr. Joachim Kühn und wieder das Ziel das buddhistische Hochgebirgskloster Serang Gompa mit der angeschlossenen Serang Basic School im Manaslu-Schutzgebiet an der Grenze zu Tibet.

Der Weg war im Prinzip der gleiche: Flug nach Kathmandu, mit einem ersten Bus recht komfortabel, mit einem weiteren Bus dann ausgesprochen rumpelig und schließlich mit dem Jeep abenteuerlich bis Machhakhola und dann zu Fuß in mehreren Tagesetappen bis zum Ziel auf 3.500 Meter Höhe. Und dennoch war der Trek ein anderer: Dauerregen Ende September löste zahlreiche Erdrutsche aus und die „Straße“, sofern man überhaupt von einer Straße sprechen kann, war an vielen Stellen unpassierbar und es lag in der Verantwortung unseres zuverlässigen Guide Sangay, sichere Routen zu finden.

Die eigene Ausrüstung wurde wiederum auf ein Minimum reduziert, um möglichst viel an Sachspenden transportieren zu können. Der Bewegungsdrang und die Sportbegeisterung der Kinder hatten schon im Frühjahr beeindruckt. Meine Frage an RVS-Präsidentin Christine Menzel, die ausgedienten, aber intakten grün-schwarzen RVS-Trainingsanzüge als Kleiderspende mit nach Nepal zu nehmen, wurde ohne Zögern befürwortet. Und so ist es gelungen, die Sportbekleidung wieder ihrem eigentlichen Zweck zuzuführen und dem tristen Dasein im RVS-Lager zu entreißen.

Der Aufenthalt im Kloster und in der Schule war wie im Frühjahr sehr eindrucksvoll. Von den Lehrern und Schülern wurde u.a. ein wunderbares Fest organisiert. Am Vormittag führten die Kinder nepalesische, tibetische und englische Tänze auf und es wurden die mitgebrachten Spenden übergeben. Nach einem gemeinsamen Mittagessen gab es dann ein beeindruckendes Sportfest mit Fußballturnieren der Jungs und Mädchen sowie leichtathletischen Wettbewerben auf Nepali-Art. Spannend zu sehen, mit welch‘ einfachen Mitteln ein holpriger Hartplatz in ein Leichtathletik-Stadion für Laufdisziplinen verwandelt werden kann und dabei auch noch auf die Kurvenvorgabe auf der Stadionrunde geachtet wurde. Sensationell! Die Begeisterung der Kinder, mit neuen Sportsachen aufzulaufen, war einfach nicht zu toppen!

Einen ganz besonderen Moment erlebten wir am Morgen vor dem Aufstieg ins Kloster. Die Sonne tauchte den Manaslu in ein gleißendes Licht und ließ den achthöchsten Berg der Erde wie einen riesigen Goldklumpen wirken. Das Naturschauspiel dauerte nur wenige Minuten, wird aber nachhaltig im Gedächtnis bleiben. „Nicht minder beeindruckend aber waren die Wärme, Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit denen uns die Menschen in einer der ärmsten Regionen der Welt empfangen haben“, waren sich alle Expeditionsteilnehmer einig.

Ein Dankeschön an Dr. Thomas Oehler, 1. Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Human Care & Education e.V. (HCE), für sein unermüdliches Engagement bei der Umsetzung der Hilfsprojekte. Besonderer Dank gilt aber auch Klostervorsteher Karma Rinpoche für seine Gastfreundschaft im Kloster, dem Chef von Himalaya Tahr Trek (Reisebüro in Kathmandu) Dawa Gyaltsen für die Reisebetreuung vor Ort und unseren beiden Guides Sangay und Sonam. Mit allen sind wir mittlerweile freundschaftlich verbunden; und wer weiß, vielleicht gibt es ja ein drittes Mal…

Für diejenigen sächsischen Ringkampffreunde, die dieses tolle Projekt unterstützen wollen, der Hinweis, dass man unter https://human-care-education.com weitere Informationen erhalten kann, wie man ganz konkret helfen kann.       

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